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Achtsamkeit

Die 10 Minuten-Nichtstun-Challenge: Nimm dich selbst besser wahr

Einfach mal einen Gang runterschalten: In der Natur sitzen und die Sonnenstrahlen des Frühsommers genießen, auf eine Wiese legen und in den Himmel schauen oder es sich daheim an einem Wohlfühlplatz bequem machen und ins süße Nichtstun verfallen. Es klingt verlockend, ist aber gar nicht so einfach wie angenommen!

Wir verraten dir, warum temporäres Nichtstun keinen Stillstand, sondern Gesundheitsvorsorge für deinen Körper und Geist bedeutet.

„Es ist nie zu spät, nichts zu tun.“

Konfuzius

Sei mal ehrlich, wann hast du das letzte Mal mindestens 10 Minuten rein gar nichts gemacht? Bist du am Grübeln? So ging es mir auch, als ich vor kurzem den Podcast von ANNO SUNDAY mit dem deutschen Fußballweltmeister André Schürrle und Nono Konopka von Biking Borders, ein Spendenprojekt für den Bau einer Grundschule in Guatemala, gehört habe. Die beiden Freunde probieren wöchentlich neue Dinge aus, bei denen Themen der Persönlichkeitsentwicklung, des Business und des Alltagslebens im Fokus stehen. So auch die 10 Minuten-Nichtstun-Challenge.

Wir verlernen uns selbst wahrzunehmen – Nichtstun hilft!

In der heutigen Zeit sind wir es gewohnt uns permanent zu beschäftigen. Oft jagen wir wie kleine Duracell-Männchen durch die Gegend, flitzen von einem Termin zum nächsten, planen, machen und tun und das nicht selten fremdgesteuert. Es ist laut und trubelig – nicht nur im Außen, sondern auch in unserem Inneren. Bei all den Aktivitäten verlernen wir uns selbst wahrzunehmen und überhören unsere innere Stimme, die förmlich um Aufmerksamkeit buhlt. Gönnen wir uns ein wenig Pause, widmen wir die Zeit unserem heiß geliebten Smartphone, hören Radio, Netflix und Co. Sicherlich kann das auch zur Entspannung beitragen, ist aber keine bewusste Auszeit, in der wir achtsam mit uns selbst sind.

Wer nicht innehält, der hält sich selbst auf

Doch wozu soll das Ganze gut sein? Nichtstun ist doch auch irgendwie langweilig. In meinem Change Journal steht: „Wer nicht innehält, der hält sich selbst auf.“ Und da ist etwas Wahres dran. Wir benötigen Regeneration für den Körper und den Geist, um wieder leistungsfähiger zu werden, aber auch, um uns selbst zu reflektieren. Nur so können wir merken, welche Gedanken uns aktuell beschäftigen, was uns guttut und was nicht und was wir vielleicht ändern möchten. Langfristig werden wir von dieser Übung profitieren, zur Ruhe kommen und besser entspannen, aber auch unser Gedächtnis stärken sowie unsere Produktivität und Kreativität steigern.

„Wer immer nur rennt, der vergisst oft, weshalb er überhaupt losgelaufen ist.“

Change Journal Zitat von Tim Jaudszims

Nichtstun will gelernt sein!

Heutzutage gibt es immer mehr Angebote, um Entspannung in den Alltag zu integrieren. Von Meditation über Autogenes Training, Yoga- und Pilateseinheiten sowie diverse weitere Achtsamkeitsübungen.  Alle Varianten haben definitiv etwas Entschleunigendes und einen positiven Effekt auf Körper, Geist und Seele, sind aber auch damit verbunden, etwas ganz Bestimmtes zu tun und zu verfolgen. Gerade bei Anfängern baut sich dadurch schnell ein großer Druck auf, etwas erreichen zu müssen. Beim Nichtstun können wir es etwas entspannter angehen, denn es bedeutet wirklich rein gar nichts zu tun. Eine ideale Vorbereitung, um dich später mit weiteren Entspannungsübungen und -techniken vertraut zu machen.

Einfach mal Nichtstun – viele Vorbilder sind in der Natur zu finden

4 Tipps wie man das Nichtstun lernt

  • Langsam anfangen

Für den Geist ist Nichtstun harte Arbeit und kann anfangs schnell überfordern. Deshalb erstmal wirklich nur mit einem kleinen Zeitfenster starten. Du wirst sehen, dass 10 Minuten schon recht lange sein können.

  • Einen schönen und ruhigen Platz suchen

Gehe dort hin, wo du dich wohlfühlst und wo du ungestört sein kannst. Egal ob es draußen oder in den eigenen 4 Wänden ist. Mache es dir so bequem wie möglich und versuche Ablenkungen durch Handy, TV, Radio oder etwas zu Lesen zu vermeiden.

  • Zur Ruhe kommen

Es ist egal, ob du dich hinsetzt oder liegst. Ob deine Augen geschlossen oder offen sind. Mach das, was sich für dich gut anfühlt. Nimm dir einen Moment, um anzukommen, atme bewusst und lasse deine Gedanken kommen und gehen. Nimm dich wahr. Was geht dir durch den Kopf, was fühlst du und was spürst du? Versuche deine Gedanken nicht zu bewerten und entspanne dich.

  • Regelmäßig Nichtstun

Auch wenn es erstmal nur eine neue Challenge ist: Um einen Effekt zu spüren, ist es hilfreich regelmäßig nichts zu tun. Du musst dich erst einmal daran gewöhnen und mit der neu gewonnen Zeit vertraut machen. Also, gönne dir die täglichen 10 Minuten, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Setze dich aber bitte nicht unter Druck. Wenn es mal nicht passt, geht die Welt auch nicht unter, sondern freue dich auf den nächsten Moment, wenn du wieder nichts tun kannst und bei dir bist.?

Wer temporär nichts tut, ist nicht faul, sondern achtsam mit sich selbst

Lass dich von außen nicht verunsichern. Nichtstun wird oft mit Langeweile und Unproduktivität gleichgesetzt. Wann hast du das letzte Mal jemanden sagen hören „Ich habe genug Zeit, um meine Seele baumeln zu lassen und tue nichts?“ Nichtstun ist in unserer heutigen Gesellschaft verpönt und birgt für viele einen Verdacht auf Faulheit. Aber dem ist nicht so. Im Gegenteil: Durch unseren schnelllebigen Alltag, in dem in kürzester Zeit so viel wie möglich erreicht werden soll, laufen wir Gefahr uns zu verrennen. Der Stress und Druck steigen, so dass immer mehr Menschen im Laufe ihres Lebens ein Burnout erleiden. Auszeiten, wie Urlaube, geben uns neue Kraft und Energie. Doch wer das nur in seinen Jahresurlauben zulässt und sich keine weiteren Pausen gönnt, kommt irgendwann nicht weiter. Also am besten mit regelmäßiger Entspannung etwas Gutes für sich und seine Gesundheit tun! Mit kleinen Steps zu starten, ist bereits ein großer Schritt in die richtige Richtung zu mehr Achtsamkeit im Alltag. 

Um dich bei deiner 10 Minuten-Nichtstun-Challenge zu unterstützen, haben wir einen Bullet Journal Tracker vorbereitet, so kannst du die Regelmäßigkeit deiner Übung verfolgen.

Der 10 Minuten Nichtstun Tracker kann bei der regelmäßigen Achtsamkeitsübung unterstützen, Routinen zu festigen

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